Ulrich [12.03.2006 22:00] |
Der "Tatort Israel" wird aus unserer europäischen Sicht zumeist als eine permanente Brutstätte der Gewalt wahrgenommen. Militärische Angriffe auf vermeindliche Terrorziele bei denen bewußt auch sogenannte Kollateralschäden hingenommen werden und die ohnmächtige Antwort in Form von Angriffen auf Siedlungen und Sprengstoffattentaten in den Metropolen sind ein sichtbares Zeichen hierfür. Unendliches Leid ist die Folge. Unser Gebet kann daher nur sein, dass beide Seiten endlich erkennen mögen, was Jesus in seiner Bergpredigt (Matt. 5,43-48) in klaren Worten ausgesprochen hat: "Um die Gewalt zu beenden, muss man Vertrauen wagen und zu Opfern bereit sein". Um so wichtiger sind Signale, die gegenseitige Wertschätzung ausdrücken. So habe ich vor kurzem von dem israelitisch-palestinensischen Friedenslied "In My Heart (B’Libi)" erfahren, das vor einem Jahr über "Israeli Army Radio" und "Voice of Palestine" ausgestrahlt wurde. Ein durchaus hoffnungsvolles Zeichen, wie ich finde.
Mein Eindruck vom Gottesdienst: Moderation, Musik, Anspiel und Gebet sind uns ganz gut gelungen. Der Versuch des Bibliologs (Ansprache mit gleichzeitiger Befragung der Gottesdienstgemeinde) war mit zirka 20 Minuten Dauer jedoch etwas zu langatmig.
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